Video-Vortrag am 7. Juni 2020

Unser Videovortrag zum online Nachhaltigkeits- und Klima-Gottesdienst der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bingen am 7. Juni 2020

Den vollständigen Gottesdienst kann man hier nach-schauen: https://youtu.be/kEDTb2g5J8U

Der menschengemachte Klimawandel

1. Was passiert?

Historische Hintergründe der Klimakrise

von Heiko Brendel

Unser im historischen wie globalen Vergleich großer materieller Wohlstand beruht zu einem guten Teil auf der frühen und umfassenden Umstellung der europäischen Industrieproduktion auf fossile Brennstoffe von der Mitte des 18. bis zum späten 19. Jahrhundert, die seither die meisten Länder der Welt erfasst hat. Ab dem frühen 19. Jahrhundert motorisierten wir unsere Fortbewegung mit Dampfschiff, Eisenbahn, Automobil, Flugzeug. Die Länder, die hierbei Vorreiter waren, trieben im 20. Jahrhundert auch die Industrialisierung der Landwirtschaft voran. Diese Karbonisierung der Industrie, der Fortbewegung und der Landwirtschaft ist für einen großen Teil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. 

„Karbonisierung“ bedeutet, dass fossile Brennstoffe – Kohle, Erdöl und Erdgas – zur Energieerzeugung verbrannt werden, was zur Emission von Kohlendioxid führt. So überrascht es nicht, dass die atmosphärische Kohlendioxidkonzentration seit dem Beginn der Industrialisierung vor etwa 250 Jahren auf  über 410 Teile pro Million angestiegen ist – nachdem sie in den vorangegangenen 12.000 Jahren konstant zwischen 260  und 280 Teilen pro Million lag.Diese atmosphärische Kohlendioxidkonzentration steht in einem direkten Zusammenhang mit der globalen Mitteltemperatur: Je höher die Kohlendioxidkonzentration, desto höher die Temperatur. Diese schwankte in den letzten 12.000 Jahren, seit der Mensch Ackerbau betreibt, um nicht mehr als 1,5 Grad Celsius.

Ein weiterhin ungebremster Verbrauch fossiler Energieträger wird voraussichtlich zu einer menschengemachten Erderwärmung von mehr als vier Grad Celsius bis 2100 führen. Das könnte zum Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation, wie wir sie kennen, führen:

Extremwetterereignisse,

Trinkwassermangel,

steigende Meere,

unbewohnbare Regionen in den Tropen und Subtropen,

sich ausbreitende tropische Krankheiten.

In vielen Gegenden könnte es keine geeigneten Kulturpflanzen mehr geben.

Die folgenden Hungersnöte, Wirtschaftskrisen, Bürgerkriege und zwischenstaatliche Kriege wären ohne Vergleich. 

Es erscheint daher angebracht, dass die größten Nutznießer der frühen Karbonisierung, zu denen Deutschland gehört, auch bei der Dekarbonisierung – also der Abkehr von fossilen Energieträgern – voranschreiten. Denn diese ist nötig, um das auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 vereinbarte Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, einzuhalten.  

2. Was muss sich ändern?

2.1. Der ökologische Fußabdruck

von Heiko Brendel

Ein wichtiger Nachhaltigkeitsindikator ist der ökologische Fußabdruck. Darunter wird die biologisch produktive Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Dazu gehören auch Flächen, die zur Bereitstellung von Energie benötigt werden – oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids. So ist die Fähigkeit der Biosphäre, das aus fossilen Quellen freigesetzte Kohlendioxid aufzunehmen, sehr begrenzt.

Aktuell verursacht ein Durchschnittsdeutscher mehr als 11 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Kopf und Jahr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei knapp 6,5 Tonnen pro Kopf und Jahr. Nachhaltig wären deutlich unter 3 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Kopf und Jahr, wobei dieser Schätzwert bei der weiterhin wachsenden Weltbevölkerung und dem ungebremst fortgesetzten Verbrennen fossiler Brennstoffe stetig geringer wird. Indien liegt bei etwa 2,5 Tonnen Kohlendioxidäquivalenten pro Kopf und Jahr, Nigeria bei 1,7.

Aktuell müsste der durchschnittliche Deutsche die durch seinen Lebensstil verursachten Kohlendioxidäquivalente um mindestens drei Viertel reduzieren.Das ist eine enorme Herausforderung, wenn man bedenkt, dass alleine die durchschnittlichen Emissionen für die private PKW-Nutzung mehr als 1,3 Tonnen pro Kopf und Jahr betragen – und damit schon die Hälfte eines nachhaltigen Kohlendioxidbudgets. Die Digitalisierung könnte einen Beitrag leisten. Wenn man zum Beispiel mit dem PKW 30 Kilometer ins Kino und zurück fährt, emittiert man rund 9 Kilogramm Kohlendioxid. Dafür kann man etwa 60 Stunden Onlinevideos streamen. Oder auch 2,75 Kilogramm Schweinefleisch essen – denn auch dies entspricht Emissionen von etwa 9 Kilogramm Kohlendioxidäquivalenten.

Flugreisen generieren in Deutschland gut 600 Kilogramm Kohlendioxidäquivalente pro Kopf und Jahr, also knapp die Hälfte der individuellen jährlichen PKW-Emissionen. Schon ein einziger Flug von Frankfurt nach Neuseeland und zurück verursacht mehr als 11 Tonnen Kohlendioxidemissionen – und damit so viel, wie ein Durchschnittsdeutscher in einem gesamten Jahr. Zudem veranschaulicht das Fliegen wie kaum ein anderes Emissionssegment die globale Emissionsungerechtigkeit: Nur 3 Prozent der Weltbevölkerung sind im Jahr 2017 geflogen, und nur etwa 18 Prozent der Menschheit sind überhaupt schon einmal geflogen. In Deutschland sind 2017 hingegen mehr als ein Drittel der Bevölkerung geflogen – und irgendwann im Leben sogar schon fast 90 Prozent.

2.2. Die Dekarbonisierung der Energieversorgung

von Urban Weber

Schauen wir uns insgesamt die Treibhausgasemissionen in Deutschland an, so fällt auf, dass 85% der Emissionen energiebedingt sind, also aus der Verbrennung der kohlenstoffhaltigen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas resultieren. Das ist typisch für ein Industrieland wie Deutschland. Das Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung möglichst auf 1,5° im Durchschnitt zu begrenzen, erfordert daher, dass wir in Deutschland in den nächsten 15 bis 20 Jahren aus diesen fossilen Energien praktisch komplett aussteigen.  Dies können wir meiner Meinung nach nur schaffen, wenn wir 3 Dinge gleichzeitig angehen.

1. Energie-Effizienz

2. Energie-Suffizienz (Suffizienz könnte man übersetzen mit: Genügsamkeit) und

3. den Umstieg auf erneuerbare Energien.

Die Effizienz der Energienutzung steigern wir schon länger, denken Sie an den Ersatz von Glühlampen durch Energiesparlampen und LED’s oder die immer verbrauchsärmeren Kühlschränke und Waschmaschinen. Wir erleben gerade jetzt, dass wir von der zunehmenden Digitalisierung profitieren können und Besprechungen effizienter als Videokonferenzen durchführen können, anstatt lange Strecken im Auto zu fahren, um uns zu treffen. Effizienz beinhaltet aber immer die Gefahr des Rebound-Effekts: Die Energie, die wir an einer Stelle einparen, nutzen wir für einen höheren Bedarf an anderer Stelle. Suffizienz heißt, zu überdenken, wieviel Konsum, Mobilität oder Wohnraum ich eigentlich brauche, um ein gutes Leben zu führen. Vielleicht kann ich auch mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen statt mit dem Auto zu fahren. Und dadurch, dass ich genügsamer bin, weniger brauche, verbrauche ich auch weniger.Zusätzlich müssen wir das Energiesystems konsequent auf erneuerbare Energien umstellen. 

Die erneuerbaren Energien, die wir brauchen, sind im Grunde fertig entwickelt. Dennoch wird in Deutschland bei weitem nicht genug davon pro Jahr zugebaut. Dabei sind Photovoltaik und Windkraft kostengünstig wie nie zuvor und nicht teurer als die fossilen Energien. Sie lassen sich in Einklang mit dem Naturschutz bringen, während die fossilen Energien neben CO2 auch noch eine Reihe anderer Luftschadstoffe emittieren wie zum Beispiel Stickoxide oder Feinstaub. 

Eine konsequente Umstellung auf erneuerbare Energien ist zur Erreichung der Klimaziele notwendig, sie ist technisch machbar und auch von den Kosten her überschaubar. Es ist  daher unverständlich, warum der Aufbau einer erneuerbaren Energieversorgung nicht konsequenter verfolgt wird. Hoffnung macht, dass es immer wieder neue Ideen gibt, erneuerbare Energien zu gewinnen. Eine schöne, neuere Ideen ist zum Beispiel die Kombination von Photovoltaik mit landwirtschatftlicher Nahrungsmittelproduktion auf derselben Fläche.

3. Wo hakt es noch?

3.1. Von der Absicht zum Handeln

von Sabine Wahler

In unserem Informationszeitalter fehlt es uns als Gesellschaft nicht am Wissen über Umweltzerstörung, die Klimakrise und die Auswirkungen unseres Alltagsverhaltens. Ein Großteil dieses Wissens ist dank der Digitalisierung über das Internet für alle jederzeit frei verfügbar. Auch das Wissen darüber, wie wir nachhaltiger leben könnten. Aber obwohl wir uns selbst oft für sehr umweltbewusst halten, scheint es uns im Alltag oft nicht so richtig zu gelingen, uns immer unseren Werten entsprechend zu verhalten. Woran liegt das?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe oft eher das Gefühl, zu sehr mit Wissen von allen Seiten überflutet zu werden und habe manchmal Mühe, das alles richtig zu verarbeiten. Das kostet Zeit, Ausdauer und Nerven. Da ist es im Alltagsstress oft einfacher, die Umweltprobleme zu verdrängen und zu ignorieren.

Psychologen, also Wissenschaftler, die das Erleben und Verhalten der Menschen erforschen, nennen dieses Phänomen die Intentions-Verhaltens-Lücke. Es ist eben leider nicht so, dass aus Wissen und guten Absichten auch automatisch entsprechendes Handeln folgt. Der Prozess von der Motivation über die Absicht zur Handlung kann an vielen Stellen unterbrochen werden, wie wir nur zu gut aus unserer Alltagserfahrung wissen.

Um Motivation aufzubauen, brauchen wir Hintergrundwissen, aber damit allein ist es nicht getan. Weitere wichtige Faktoren sind unser eigenes Verantwortungsgefühl, soziale Normen und vor allem unser Selbstwirksamkeitsgefühl, also ob wir überhaupt davon überzeugt sind, dass unsere Handlungen auch die gewünschten Auswirkungen haben. Und auch unser Sinnerleben beeinflusst unsere Motiviation, also die Bedeutung, die wir uns und unsren Handlungen in Bezug auf ein größeres Ganzes beimessen.

Angenommen wir sind ausreichend motiviert, dann machen wir noch eine Kosten-Nutzen-Analyse und brauchen ganz konkretes Handlungwissen darüber, welches Verhalten zum gewünschten Ziel führt. Aufgrund all dieser Abwägungen formen wir dann zunächst eine mehr oder wenige konkrete Absicht. Aber auch die besten Absichten werden oft nicht umgesetzt, da kommen uns oft unsere Gewohnheiten, Alltagsstress und alles mögliche in die Quere.

Als Psychologin bin ich daher der Meinung: die Klimakrise ist nicht aufzuhalten, wenn wir darauf vertrauen, dass es ausreicht, die Menschen aufzuklären und darauf zu setzen, dass dank diesem Wissen sich in Zukunft genügend Menschen freiwillig umweltfreundlicher verhalten. Das ist leider reines Wunschdenken.  

3.2. Die Aufgabe der Gemeinschaft

von Esther Brendel

Allein auf mehr Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen zu setzen, ist nicht nur deshalb zum Scheitern verurteilt, weil wir uns oft so schwertun, unsere guten Absichten umzusetzen.

Die Regeln unseres Zusammenlebens, unsere Infrastruktur, unser ganzes Wirtschaftssystem – fast alles ist so gestrickt, dass klimaschädliches Verhalten kurzfristige Vorteile für ein Individuum oder ein Unternehmen hat (billiger, schneller, bequemer). Die langfristigen Nachteile, Schäden und Kosten dagegen werden auf die Gemeinschaft und auf die Zukunft abgewälzt.

Solch ein System führt zur Übernutzung frei verfügbarer, aber begrenzter Ressourcen – zur sogenannten “Tragödie des Allgemeinguts”. Im 19. Jahrhundert wurde dies erstmals am Beispiel von Rinderhaltung auf einer gemeinsam genutzten Weide  beschrieben.

Wenn ein Bauer mehr eigene Kühe auf die gemeinschaftliche Weide stellte, profitierte er von mehr Milch oder Fleisch. Doch wenn die Weide von zu vielen Rindern kahlgefressen oder zertrampelt war, hatten alle Bauern einen großen wirtschaftlichen Schaden.

Dieses Modell lässt sich auf viele Bereiche übertragen: Autofahren ist meist bequemer und schneller, Fleisch aus Massentierhaltung unschlagbar billig, Ökostrom teurer als der konventionelle Strommix und so weiter und so fort. Die Folgen von Klimawandel, Artensterben und der Ausbreitung multiresistenter Keime treffen uns alle, ob wir persönlich auf Auto und Billigfleisch verzichten oder nicht. Unsere Gesellschaft gibt uns, wenn wir versuchen, uns ökologisch korrekt zu verhalten, oft das Gefühl, die Dummen zu sein.

Noch dazu muss man sich die umweltfreundlichere Entscheidung erst einmal leisten können. Warum gibt es nicht längst eine so hohe Abgabe auf Treibhausgasemissionen, dass man sich die umweltschädliche Variante nicht mehr leisten kann? Und oft fragt man sich: Warum ist das überhaupt erlaubt? Warum dürfen Reserveantibiotika eingesetzt und Sojafutter aus jüngst gerodeten Regenwaldflächen importiert werden, um den Fleischpreis zu drücken? Warum gibt es noch kein Tempolimit und flächendeckend autofreie Innenstädte? 

Solange gesellschaftliche Spielregeln wie diese nicht geändert werden, werden Appelle an die Eigenverantwortung nicht viel bewirken. Die Politik ist dafür da, damit wir uns Regeln für unser Zusammenleben geben können, um so Probleme zu lösen, die wir als einzelne Individuen nicht lösen können. Mit den entsprechenden, politisch vorgegebenen Rahmenbedingungen könnte dann auch die Innovationskraft unserer Marktwirtschaft in eine nachhaltige Richtung gehen.

Wir brauchen Gesetze, die nachhaltiges, umweltfreundliches Verhalten ermöglichen und belohnen und umweltschädliches Verhalten verbieten oder zumindest viel teurer machen als die jeweils nachhaltigere Alternative.

4. Fazit 

von Sabine Wahler

Weil es so schwierig ist, ist es gleichzeitig so wichtig, sich zu bemühen den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Denn gerade aus den Alltagsschwierigkeiten, die wir dabei direkt erleben, können wir wiederum lernen, was es gesellschaftlich für Veränderungen bräuchte, damit es uns leichter fallen würde. Mit diesem Erfahrungswissen und wenn wir uns zusammen tun, um entsprechende Änderungen zu erreichen, können wir gemeinsam als Gesellschaft die Grundvoraussetzungen für einen nachhaltigen und klimaneutralen Lebensstil erschaffen.

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Quellen und weitere Informationen 

1. Historische Hintergründe der Klimakrise

Atmosphärische Treibhausgas-Konzentrationen und die globale Temperaturentwicklung:

IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 2.2.
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kohlendioxid-Konzentration
https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/atmosphaerische-treibhausgas-konzentrationen#kohlendioxid-

RCP(representative concentration pathway)-Szenarien:

RCP Database (version 2.0), https://www.iiasa.ac.at/web-apps/tnt/RcpDb/dsd?Action=htmlpage&page=welcome

Bastin, Jean-Francois; Clark, Emily; Elliott, Thomas; Hart, Simon; van den Hoogen, Johan; Hordijk, Iris et al. (2019): Understanding climate change from a global analysis of city analogues. In: PloS one 14 (7), e0217592. DOI: 10.1371/journal.pone.0217592 (mit Correction)

Meinshausen, Malte; Smith, S. J.; Calvin, K.; Daniel, J. S.; Kainuma, M. L. T.; Lamarque, J-F. et al. (2011): The RCP greenhouse gas concentrations and their extensions from 1765 to 2300. In: Climatic Change 109 (1-2), S. 213–241. DOI: 10.1007/s10584-011-0156-z

Moss, Richard H.; Edmonds, Jae A.; Hibbard, Kathy A.; Manning, Martin R.; Rose, Steven K.; van Vuuren, Detlef P. et al. (2010): The next generation of scenarios for climate change research and assessment. In: Nature 463 (7282), S. 747–756. DOI: 10.1038/nature08823

Kühlgrenztemperatur:

Coffel, Ethan D.; Horton, Radley M.; Sherbinin, Alex de (2018): Temperature and humidity based projections of a rapid rise in global heat stress exposure during the 21st century. In: Environmental Research Letters 13 (1), S. 14001. DOI: 10.1088/1748-9326/aaa00e

Das Abkommen von Paris, verabschiedet am 12. Dezember 2015:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/paris_abkommen_bf.pdf

Treibhausgasemissionen (historisch):

Boden, T.; Andres, R.; Marland, G. (2017): Global, Regional, and National Fossil-Fuel CO2 Emissions (1751–2014) (V. 2017). Carbon Dioxide Information Analysis Center, Oak Ridge National Laboratory, U.S. Department of Energy. Oak Ridge.

Für den größeren (global-)historischen Kontext:

Diamond, Jared M. (1997): Guns, germs, and steel. The fates of human societies. New York: Norton.

Johnson, Bob (2014): Carbon Nation. Fossil Fuels in the Making of American Culture. Lawrence:: University Press of Kansas.

Landes, David S. (1998): The wealth and poverty of nations. Why some are so rich and some so poor. New York: Norton.

Marks, Robert B. (2006): The Origins of the Modern World. A Global and Ecological Narrative from the Fifteenth to the Twenty-first Century. 2 ed. Lanham: Rowman & Littlefield (World Social Change).

Morris, Ian (2015): Foragers, Farmers, and Fossil Fuels. Princeton: Princeton University Press (The University Center for Human Values Series).

Osterhammel, Jürgen (2008): Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München: C.H. Beck.

Wanner, Heinz (2016): Klima und Mensch. Eine 12000-jährige Geschichte. 1. Auflage. Bern: Haupt Verlag.

2.1. Der ökologische Fußabdruck

Treibhausgasemissionen:

Fossil CO2 emissions of all world countries, 2018 report, https://edgar.jrc.ec.europa.eu/overview.php?v=booklet2018

Fossil CO2 and GHG emissions of all world countries, 2019 report, https://ec.europa.eu/jrc/en/publication/eur-scientific-and-technical-research-reports/fossil-co2-and-ghg-emissions-all-world-countries-0

Total greenhouse gas emissions (kt of CO2 equivalent), DataBank, World Development Indicators,  https://databank.worldbank.org

Durchschnittliche individuelle Emissionen (pro Kopf und Jahr):

Umweltbundesamt 2017, https://www.umweltbundesamt.de/en/indicator-greenhouse-gas-emissions#textpart-1 und https://www.umweltbundesamt.de/bild/treibhausgas-ausstoss-pro-kopf-in-deutschland-nach

Eurostat 2018, https://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=en&pcode=t2020_rd300&plugin=1 

WWF 2018, https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/

EcoCivilization.Info, http://www.ecocivilization.info/three-tons-carbon-dioxide-per-person-per-year.html

Tatje, Claas (2016): Ich bin ein Klimaschwein, https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-06/oekobilanz-pendeln-fernverkehr-bahn-fernbus-auto 

CO2-Rechner des UBA, https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

CO2-Rechner der Webseite „Klimaneutral handeln“, http://www.klimaneutral-handeln.de/php/kompens-berechnen.php#rechner

CO2-Rechner von Quarks, https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/co2-rechner-fuer-auto-flugzeug-und-co/

Videostreaming-Emissionen:

Shehabi, Arman; Walker, Ben; Masanet, Eric (2014): The energy and greenhouse-gas implications of internet video streaming in the United States. In: Environmental Research Letters 9 (5), S. 54007. DOI: 10.1088/1748-9326/9/5/054007

George Kamiya: What is the carbon footprint of streaming video on Netflix? (25.2.2020), https://www.carbonbrief.org/factcheck-what-is-the-carbon-footprint-of-streaming-video-on-netflix

Elisabeth Schmidt: Klickscham statt Flugscham? – Internet produziert so viel CO2 wie Flugverkehr, https://www.zdf.de/nachrichten/heute/klickscham-wie-viel-co2-e-mails-und-streaming-verusachen-100.html

2.2. “Die Dekarbonisierung der Energieversorgung”

Daten zu energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland: https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energiebedingte-emissionen

Suffizienz und Effizienz, z.B.

Uwe Schneidewind (Hrsg.: Klaus Wiegandt, Harald Welzer): Die Große Transformation – Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels, FISCHER Taschenbuch (2018), insbes. Kapitel 12: “Energiewende – Suffizient, effizient, regenerativ”

Kosten Erneuerbarer Energien und Machbarkeit eines Energiesystems mit 100% erneuerbaren Energien, z.B. 

http://energywatchgroup.org/globales-energiesystem-mit-100-erneuerbaren-energien

https://www.fz-juelich.de/iek/iek-3/DE/News/TransformationStrategies2050/_node.html

https://www.mdpi.com/1996-1073/12/15/2988

Notwendiger Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland, z.B.:

https://www.agora-energiewende.de/veroeffentlichungen/die-oekostromluecke-ihre-strommarkteffekte-und-wie-die-luecke-gestopft-werden-kann/

https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/Fraunhofer-CINES-13-Thesen-Wie-die-Energiewende-gelingen-kann.pdf

Kombination von Photovoltaik mit landwirtschaftlicher Nutzung:

https://www.agrophotovoltaik.de/

3.1. Von der Absicht zum Handeln

Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V.; Hamann, Karen; Baumann, Anna; Löschinger, Daniel (2016). Psychologie im Umweltschutz. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns. München: oekom verlag. Kostenloser Download: https://www.wandel-werk.org/Handbuch.html

Kurze Zusammenfassung aus sozialpsychologischer Perspektive: https://www.psychologistsforfuture.org/psychologie-der-klimakrise/sozialpsychologie/

3.2. Die Aufgabe der Gemeinschaft

 “Tragödie des Allgemeinguts”

Der Schöpfer des Begriffs: “Tragedy of the Commons”: William Forster Lloyd: Two Lectures on the Checks to Population. Oxford University Press, 1833 

Bekannt wurde das Phänomen vor allem durch diesen Aufsatz: Hardin, Garrett (1968). The tragedy of the commons. Science, 162(3859), 1243–1248. doi:10.1126/science.162.3859.1243

Eine sehr gute – und dazu unterhaltsame – Erklärung der Spieltheorie hinter dem Dilemma gibt es von maiLab:
https://www.youtube.com/watch?v=IIpbgWyPsWQ

Und wer lieber liest, findet hier einen Ansporn, sich zu engagieren: https://www.fluter.de/kann-eine-allmende-funktionieren

Bilderquellen:

Schlottwitz, an der Straße nach Cunnersdorf am 13.08.2002, 18:04 Uhr, Foto von Hawedi via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Junge beim Wasserholen in Äthiopien, 11.02.2014, Foto von UNICEF Ethiopia via Flickr. CC-BY-NC-SA 2.0

Oosterscheldekering bei Sturm, 27.02.1990, Foto von Rens Jacobs / Beeldbank V&W via Wikimedia Commons

Asiatische Tigermücke, Foto: US Center for Disease Control and Prevention, public domain

Bei Dürre vertrockneter Weizen, Australien, 31. Dezember 2006, Foto von David Kelleher via Flickr CC BY-NC-ND 2.0

Flüchtlinge vor Griechenland, 30.10.2015, Foto von Ggia via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Fahrradfahrer, Weiler bei Bingen, 01.06.2020, Foto von Ruben Weber CC-BY-NC-SA 2.0

Photovoltaikanlage, Weiler bei Bingen, 01.06.2020, Foto von Urban Weber CC-BY-NC-SA 2.0

Waschmaschinenlabel, Weiler bei Bingen, 01.06.2020, Foto von Urban Weber CC-BY-NC-SA 2.0

Windräder, Hellenthal, 15.07.2019, Foto von Urban Weber

Zurzeit in Bingen: „Klima-Waage“ der Churches for Future

In der Innenstadt bzw. an Sonn- & Feiertagen an der Rheinpromenade kann mit Hilfe der „Klima-Waage“ nachvollzogen werden, welchen Beitrag ein Mensch zum Klimawandel leistet.

Der Informationsstand der Churches for Future ist zu finden:

  • Werktags in der Fußgängerzone (Bürgermeister-Neff-Platz oder Speisemarkt)
  • An den Sonntagen und Christi Himmelfahrt  (17., 21., 24 Mai) an der Binger Rheinpromenade.
  • Voraussichtlich an Pfingstsonntag, 31. Mai) vor der Kirche St. Remigius, Ingelheim.

Mehr Informationen: https://johanneskirche-bingen.ekhn.de/startseite/einzelansicht/news/klima-waage-in-bingen.html

Bild: (c)cff

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