Die einzelnen Monate 2026
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Hier geht es zu den Durchschnittstemperaturen für das Jahr 2025
Da die Durchschnittstemperatur des Februars 2024 außerhalb unserer bisherigen Skala lag, haben wir die angezeigte Spanne der Temperaturen der Monats-Diagramme seit 2024 auf jeweils 18 Grad angepasst.
In unseren früheren, bis 2023 reichenden Diagrammen umfasste die Spanne noch jeweils 16 Grad.
August

Der Sommer 2026
Der Sommer 2026 (Juni bis August) war in Bingen* der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1884/1885: Die mittlere Sommertemperatur betrug 22,34 °C und war damit um 0,44 K höher als im bisherigen Rekordjahr 2003 (21,90 °C). Der drittwärmste Sommer folgte im Jahr 2022 (21,77 °C).
Damit übertraf der Sommer 2026 das langjährige Mittel der Sommermonate von 1991 bis 2020 (19,33 °C) um 3,01 K, das langjährige Mittel von 1961 bis 1990 (17,89 °C) sogar um 4,45 K. (Diese Zahlen können nicht mit den Referenzwerten des Pariser Klimaabkommens verglichen werden, welche sich auf vollständige Kalenderjahre und einen vorindustriellen Referenzzeitraum beziehen.)
Mit Blick auf die Einzelmonate war der Juni 2026 in Bingen der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn, während Juli und August jeweils als die viertwärmsten jemals gemessenen Monate in die Statistik eingehen. Am 27. Juni 2026 wurde mit 39,9 °C die höchste je in Bingen gemessene Tageshöchsttemperatur erreicht – und am Vortag die zweithöchste (39,4 °C).

Das Jahr 2026 hatte Bingen insgesamt 49 Hitzetage, also Tage mit einer Tagesmaximaltemperatur von mindestens 30 °C. Davon war es an 15 Tagen sogar mindestens 35 °C heiß. Die beiden bisherigen Rekordjahre wurden damit übertroffen: Das Jahr 1947 (42 Hitzetage, davon 4 Tage mit mindestens 35 °C) und das Jahr 2003 (24 Hitzetage, davon 11 Tage mit mindestens 35 °C).
Zudem verzeichnete der Sommer 2026 insgesamt 11 „tropische Nächte“ (Nächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 °C sank). Das waren mehr tropische Nächte als in den Jahren 2019 bis 2025 zusammengenommen und bedeutet einen neuen Rekordwert vor den Jahren 2006 (9 Tropennächte) und 2003 (7 Tropennächte). Der langfristige Trend wird hierbei besonders deutlich: In 16 der 73 Jahre von 1930 bis 2002 gab es tropische Nächte (insgesamt 28) – demgegenüber stehen ebenfalls 16 Jahre mit tropischen Nächten in dem deutlich kürzeren Zeitraum von nur 24 Jahren zwischen 2003 und 2026 (insgesamt 51).
Auch beim Niederschlag zeigte sich das Extremwetter: Der Sommer 2026 gehörte in Bingen zu den trockensten 25 Prozent seit 1930. An 59 Tagen vom 1. Juni bis zum 31. August 2026 regnete es überhaupt nicht. Die Gesamtniederschlagsmenge von Juni bis August betrug nur 110,9 mm – etwa ein Drittel weniger als im langjährigen Mittel.
Da der Niederschlag im Alpenraum schon im Winter 2025/2026 deutlich geringer ausfiel als üblich, erreichte der Binger Rheinpegel Mitte August an mehreren Tagen einen historischen Tiefststand von (noch nicht amtlich bestätigten) 27 cm. Der bisherige niedrigste bekannte Wasserstand lag am 31. Oktober 1985 bei 32 cm.
* alle angegebenen Werte beziehen sich auf die DWD-Messstation Geisenheim (1580)
Ab hier sind es noch die Diagramme vom Vorjahr:
Der Jahresdurchschnitt
Diese Grafik wird natürlich immer erst nach Ende des gesamten Jahres aktualisiert.

2025 war im Raum Bingen (DWD-Messstation Geisenheim) das achtwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen, das wärmste Jahr war 2022, gefolgt von 2023, 2018 und 2020. Die mittlere Jahrestemperatur des Jahres 2025 lag 0,45 K unter derjenigen des Vorjahres. Die neun wärmsten Jahre in Bingen lagen im Zeitraum von 2014 bis 2025, das zehntwärmste Jahr war 1994.
Die Jahresmitteltemperatur 2025 betrug 11,73 °C, im Rekordjahr 2022 betrug diese 12,43 °C. Das Mittel der Klimanormalperiode (1961–1990) in Bingen beträgt 9,86 °C, das Mittel der aktuellen Referenzperiode (1991–2020) liegt bei 11,16 °C.
Damit lag das Jahr 2025 in Bingen 0,74 über dem Mittel der aktuellen Klimanormalperiode (1991–2020) und 1,88 K über dem Mittel der Klimanormalperiode von 1961–1990. Zuletzt wurde das Mittel der Klimanormalperiode von 1961–1990 im Jahre 2010 unterschritten (mit 9,74 °C).
Alle Monate des Jahres 2025 lagen mindestens 0,6 K über den jeweiligen Monatswerten der Klimanormalperiode von 1961–1990. März, April und August 2025 lagen mehr als 2 K über dem Normalwert, der Juni 2025 sogar 3,78 K – und war mit einer Monatsmitteltemperatur von 20,78 °C der viertwärmste Juni in Bingen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Frühling (März bis Mai) 2025 war in Bingen der sechswärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der Sommer (Juni bis August) der siebtwärmste.
Insgesamt lässt sich anhand der Geisenheimer Daten die menschengemachte Erderhitzung auch im Raum Bingen deutlich nachvollziehen: Der wärmste Zehnjahreszeitraum in Bingen seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1884/85 waren die Jahre von 2016 bis 2025 (11,82 °C), der kälteste Zehnjahreszeitraum waren die Jahre von 1887 bis 1896 (9,05 °C).
Das kälteste Jahr in Bingen seit 1884/85 war das Jahr 1940 (mit einer Jahresmitteltemperatur von nur 8,33 °C und damit 4,10 K kälter als das Hitzerekordjahr 2022), gefolgt von den Jahren 1888, 1887, 1890 und 1956. Im Jahre 1956 fror der Rhein bei Bingen das letzte Mal vollständig zu.











